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1. Liga: TVB – CS Chenois Genf

Sport lebt davon, dass Ziele gesetzt werden und resultatmässig gewisse Erwartungen bestehen. So haben sich wohl das TVB-Team, der Staff und auch die Matchbesucher in der Sporthalle insgeheim vorgestellt, dass die Birsfelder die Romands deutlicher hätten besiegen können. Die Partie verlief jedoch spannender als erwartet und erhofft. Vieles trug dazu bei; vor allem auch die weitgehend zu wenig konsequent aufspielenden Birsfelder.

Das Heimteam lag über weite Strecken der Partie in Führung und hätte sich permanent deutlicher absetzen müssen. Doch die mutig aufspielenden Genfer gaben nie auf und kamen immer wieder heran. Die Gäste zeigten sich gegenüber den ersten Spielen der Saison deutlich verbessert und konnten ihren Kader in der Zwischenzeit auch nochmals mit ein paar Spielern ergänzen.

Einen weiteren, massiven Einfluss hatte die Spielleitung, welche den Gästen über das ganze Spiel lange Angriffe ermöglichte, im Zeitspiel immer wieder kleine Fouls pfiff und so den Mut der Gäste mit weiteren Chancen belohnte. Im Rahmen der Regeln war dies zwar so auslegbar, für das Heimteam jedoch sehr anstrengend. Dass mehrere überaus deutliche Penaltys über das ganze Spiel fast schon konsequent nicht gepfiffen wurden, war mehr als grenzwertig und teils gesundheitsgefährdend. Anders formuliert: es war sehr sportlich, wie ruhig die TVB-Bank in dieser Phase die Entscheide akzeptierte.

Die Birsfelder mussten sich aber auch selbst an der Nase nehmen, denn dank der laschen Chancenauswertung (Flügelquote, Gegenstösse) und zu wenig Konsequenz im TVB-Abschluss ermöglichten sie den Gästen in der 49. Minute plötzlich mit 20:21 in Führung zu gehen. Es folgte umgehend eine TVB-Auszeit und elf fokussierte Schlussminuten, in denen die Birsfelder unter der Führung von Mak Ruhotina und Sven Bürki mit einem 5:0-Lauf die nötige Distanz zum Gegner schufen. Dass dann aber aus einer komfortablen 27:22-Führung noch zwei technische Fehler folgten und der TVB am Ende doch nur mit drei Toren Differenz gewann (28:25), passte irgendwie zum Bild des Tages. Natürlich passte auch dazu, dass bei einem TVB-Fliegertor von Mak Ruhotina dann doch nochmals ein technischer Fehler gesehen wurde.

Es gehört zum Sport, Fehler nicht bei anderen zu suchen, sondern konsequent an der eigenen Leistung zu arbeiten. Da haben die jungen Birsfelder noch einige Baustellen und können nach einer weiteren Trainingswoche zeigen, dass sie auswärts gegen die HS Biel auch über höhere Hürden springen können. Weiter geht es für den TVB am kommenden Samstag um 17:00 Uhr im Gym Biel Seeland.

Stimme zum Spiel
Martin Slaninka: «Wir sind erstmals in dieser Saison favorisiert in ein Spiel gegangen. Wir wussten, was uns mit dem Gegner erwartet. Die zwei Punkte haben wir geholt, das ist die Hauptsache, aber dass wir uns mehrmals einen Vorsprung verspielten, war unnötig. In der entscheidenden Phase haben wir aber unsere Stärken ausgespielt und konnten uns den Sieg so sichern.»

Statistik SHV

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