
NLB: GC/Amicitia – TVB
Der TVB verliert äusserst bitter in den Schlusssekunden in Zürich und steigt nach der 31:32 (14:15)- Niederlage erneut aus der NLB ab.
Eine verrückte Schlussphase dieser NLB-Saison endet für die Baselbieter mit einem bitteren Ausgang. Auch das Spiel in Zürich glich einem Wechselbad der Gefühle. Der TVB benötigte einige Zeit, um ins Spiel zu finden, geriet zunächst in Rückstand, kämpfte sich aber ins Spiel zurück und erspielte sich in der 45. Minute eine Zwei-Tore-Führung (21:23). Die Zürcher ihrerseits liessen nicht locker und drehten die Partie erneut.
In der Schlussphase zeigte der TVB nochmals grosse Moral und glich gleich zweimal aus – zuletzt durch Timo Miesch rund 20 Sekunden vor Spielende zum 31:31. Das Heimteam erhielt nach einem Timeout die letzte Angriffsgelegenheit und verwandelte mit der Schlusssirene einen Penalty zum viel umjubelten Sieg.
Ein einziges Tor entschied somit für beide Seiten über Jubel und Enttäuschung. Eine ganze Saison hing für beide Teams am seidenen Faden – Freude und Trauer lagen dabei so nah beieinander.
Nach dem Abstieg vor zwei Jahren und dem anschliessenden Wiederaufstieg muss der TVB nun erneut den Gang in die 1. Liga antreten. Besonders bitter ist dies angesichts der gezeigten Leistungen und der erreichten 19 Punkte, die in vielen vergangenen Spielzeiten locker zum Klassenerhalt gereicht hätten. Nicht nur im letzten Spiel, sondern über die gesamte Saison hinweg bewies der TVB, dass er sich kontinuierlich weiterentwickelt hat und das Niveau für die NLB mitbringt.
Noch nie war der Kampf um den Klassenerhalt so eng und von so vielen Teams geprägt. Während andere Mannschaften punktuell während der Saison nachrüsteten oder auf Unterstützung aus QHL-Teams mit Nationalspielern zurückgreifen konnten, setzte das Team von Martin Slaninka und Reto Häner konsequent auf die eigenen Mittel. Die Mannschaft kämpfte aufopferungsvoll, investierte alles und war dem Ligaerhalt sehr nahe – umso schmerzhafter ist dieses Ergebnis.
Für die Birsfelder gilt es nun, den Blick nach vorne zu richten. Der eingeschlagene „TVB-Weg“ soll konsequent weiterverfolgt werden, wobei die Entwicklung der jungen Spieler weiterhin im Zentrum steht. Die Verarbeitung dieser grossen Enttäuschung wird jedoch bei allen Beteiligten Zeit in Anspruch nehmen.
Zum Schluss ein grosses Dankeschön an die zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützer, die die Mannschaft in Zürich lautstark begleitet haben.
Hopp TVB!!!

- Aufrufe: 153
