Auch ohne grössere Attraktionen ein Hit bei den Kids

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Die Sportwoche des TV Birsfelden wurde erstmals in Corona-Zeiten durch- geführt, zur Zufriedenheit aller Beteiligten.

Birsfelder Anzeiger / 16.04.2021 / Alan Heckel

«Die Sportwoche funktioniert auch in diesem Format», konsta- tierte Joel Sala zufrieden. Es ist gar nicht so lange her, da wäre ihm wohl nicht im Traum in den Sinn gekommen, dass der TV Birsfelden in diesem Jahr seine Sportwoche durchführen könnte. Erst in den Fasnachtsferien wurde der Chef des fünfköpfigen OK von TVB-Vorstandsmitglied Peter Bürki, von Berufs wegen Sekundarlehrer in Birsfelden, darauf aufmerksam gemacht, «dass sich die Kinder sehr freuen würden, wenn es wieder nach Ostern eine Sportwoche gibt».


Darauf begannen die Diskussio- nen, schliesslich entschloss man sich, eine der Coronazeit angepasste Version des beliebten Anlasses auf die Beine zu stellen. «Wir mussten das Ganze mit einem Schutzkonzept versehen», sagt der OK-Chef wenig überraschend und bezeichnet das Endprodukt als «relativ normal, aber nicht die gleiche Sportwoche». Die grösste Herausforderung war, eine Durchmischung der teilneh- menden Kinder zu vermeiden. Deshalb konnte heuer kein gemeinsa- mes Mittagessen stattfinden, zudem fand das Programm nur am Vormit- tag statt und bestand wie gewohnt aus polysportiven Ball- und Fang- spielen sowie Handball. Auf grössere Attraktionen wie den Air-Track vom letzten Mal musste allerdings verzichtet werden.

Vier fixe Gruppen
Anstatt die Teilnehmerzahl wie sonst auf 100 zu begrenzen, setzte man sie auf 80 runter. «Ausserdem haben wir nicht an die grosse Glocke gehängt, dass wir eine Sportwoche durchführen», hält Sala fest. Vorsicht ist in Zeiten wie diesen das oberste Gebot. Schliesslich waren es 63 Kinder zwischen sieben und 13 Jahren, verteilt auf vier fixe Gruppen, die sich in vier Hallen (zwei im Schulhaus Sternenfeld und die Sporthalle wurde durch Herablassen der Trennwand zweigeteilt) körperlich verausgabten. Jede Gruppe hatte zwei feste Leiter, dazu kamen mehrere Springer zum Einsatz. Insgesamt sorgten 15 Frei- willige für einen reibungslosen Ablauf.

Beim Besuch des BA am Donnerstag nach Ostern, traditionsgemäss der Handballtag, sticht einem schnell ins Auge, dass es nicht so ist wie 2019 und vorher. Da sind zum einen die maskierten Leiter und zum anderen ist es etwas weniger laut in der Sporthalle, die heruntergelassene Trennwand scheint den Schall zu dämpfen. Den Kindern ist dagegen nicht anzumerken, dass etwas anders ist. Sie verausgaben sich, werfen aufs Tor, hechten nach Bällen, lachen und blödeln in den Trinkpausen. Die meisten von ihnen kennen die Sportwoche noch in ihrer ursprünglichen Version. «Schade, dass wir die Gruppen nicht durchmischen dürfen», bedauert die neunjährige Livia, während Alessia, die an diesem Tag zehn geworden ist und aus diesem Grund Brownies mitgebracht hat, die gemeinsamen Mittagessen ver- misst: «Das war immer lustig, sich mit Leuten aus anderen Gruppen an einen Tisch zu setzen.» Daran denkt Thomas (9) nicht, zu frisch ist der Eindruck von den Brownies: «Die waren super!»

Notwendiges Übel
Wie ist es eigentlich, von maskierten Leitern betreut zu werden? «Die sind genauso nett wie sonst. Ausserdem haben sie am ersten Tag ganz kurz die Maske runtergezogen, da- mit wir wissen, wie sie aussehen», verrät Livia. Allerdings versteht man die Anweisungen wegen der Schutzmasken nicht mehr so gut wie sonst. «Vielleicht liegt es auch daran, dass wir nicht immer so genau zuhören», lacht Flora (10). Einer der Leiter macht derweil mit einem Desinfektionsmittel die Runde, was Alessia mit einem Augenrollen quit- tiert: «Das ständige Händedesinfizieren nervt!» Dieses notwenige Übel rückt aber schnell in den Hintergrund, denn das Fazit der Kinder lautet: «Die Sportwoche ist super!»


Das freut auch Joel Sala, dessen Bilanz sehr positiv ausfällt. Man habe «viele gute Rückmeldungen von Kindern und ihren Eltern» er- halten. «Es ist schön, so viele auf- gestellte Kids zu sehen», freut er sich und bezeichnet die diesjährige Ausgabe als «vollen Erfolg». Ein Jahr in die Zukunft zu blicken, macht in Zeiten der Pandemie nicht viel Sinn. Der OK-Chef rechnet aber damit, dass uns Corona auch 2022 in irgendeiner Form begleiten wird, umso wichtiger ist die Erkenntnis, die er in den letzten Tagen gewonnen hat: «Es ist schön zu wissen, dass die Sportwoche auch in diesem Format funktioniert!»

Sportwoche 2021

Rennen, werfen, lachen: Auch in Corona-Zeiten vermochte der Sport die Kinder aus Birsfelden und Umgebung zu begeistern.                 Fotos Alan Heckel

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